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Webdesign & KI · Deep-Dive

Was kostet eine Website 2026 wirklich? Agentur, Freelancer, Baukasten oder KI

9. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit
Webdesign & KIDeep-Dive
Das Wichtigste in Kürze

Die Frage „Was kostet eine Website?“ hat keine Antwort — aber eine Spanne: von ein paar Euro im Monat (Baukasten) bis 15.000 € und mehr (Full-Service-Agentur). Entscheidend ist selten der Einmalpreis, sondern die Summe über drei Jahre: Hosting, Wartung, Änderungen. Billig wird teuer, wenn die Seite nach einem Jahr veraltet, unsicher oder nicht mehr änderbar ist. Mein Fazit: Für die meisten kleinen Unternehmen ist ein Hybrid aus menschlichem Konzept und KI-gestützter Umsetzung der beste Preis-Leistungs-Punkt.

Warum ist die Preisfrage so schwer zu beantworten?

Weil „Website“ alles heißen kann: eine Onepager-Visitenkarte, ein Katalog mit 40 Unterseiten, ein Shop mit Zahlungsabwicklung. Je nach Quelle liegen professionelle Firmenwebsites bei ca. 1.000 bis 20.000 €, typischerweise bei 1.500 bis 15.000 € (Richtwerte von Agentur- und Vergleichsportalen, keine harte Marktstatistik) — das ist ungefähr so aussagekräftig wie „ein Auto kostet zwischen 8.000 und 80.000 €“. Hilfreicher ist die Frage: Was brauche ich, und was darf es über drei Jahre insgesamt kosten?

Was kostet ein Baukasten (Wix, Jimdo & Co.)?

Am Anfang wenig. Bei Wix liegen die Tarife mit eigener Domain und ohne Werbung je nach Laufzeit bei rund 12–18 € pro Monat, Tarife mit Shop-Funktion bei rund 24–32 €, Business-Pakete darüber (Preise laufzeitabhängig, bitte aktuell auf wix.com prüfen). Der Gratis-Tarif bindet dich an eine Subdomain mit Werbung — für ein Unternehmen ungeeignet. Zusatzkosten: E-Mail-Postfach, Apps, und die Domain ist oft nur im ersten Jahr inklusive.

Der Haken ist nicht der Preis, sondern die Abhängigkeit: Du mietest die Seite. Wer später wechseln will, baut neu. Und Design, SEO und Ladezeit sind durch die Plattform begrenzt. Für eine einfache Visitenkarte? Völlig in Ordnung. Für ein Unternehmen, das über die Seite Aufträge gewinnen will, wird es schnell eng.

Was kostet ein Freelancer?

Für eine typische Firmenseite mit rund fünf Seiten werden häufig 2.000–4.000 € genannt (je nach Quelle auch 1.000–5.000 €), Stundensätze liegen laut Quellen bei 50–120 € (je nach Erfahrung). Dazu kommt Wartung, wenn du sie auslagerst: grob 50–150 € pro Monat. Der Vorteil: kurze Wege, ein Ansprechpartner. Das Risiko: Wenn die Person ausfällt oder wegzieht, hängt deine Seite an einer einzelnen Zugangsdaten-Liste. Frag deshalb vor Auftragsvergabe, wem Code, Domain und Zugänge gehören.

Was kostet eine Agentur?

Agentur-Projekte reichen von rund 1.500 € bis weit über 20.000 €; Full-Service mit Strategie, Design und Entwicklung beginnt oft ab rund 15.000 €. Wartungsverträge: grob 200–500 € pro Monat (eine Einzelquelle; einfache Basis-Pakete gibt es schon für 40–100 €). Dafür bekommst du Prozess, Team und Ausfallsicherheit. Nicht jedes Unternehmen braucht das — aber wer Konzern-Anforderungen, mehrere Sprachen oder komplexe Integrationen hat, zahlt zu Recht.

Warum ist WordPress oft teurer, als es aussieht?

Die Software ist kostenlos, der Betrieb nicht. Hosting, Premium-Themes, Premium-Plugins, Backups — und vor allem laufende Updates. Wartungspakete für WordPress beginnen am Markt bei rund 50 € bzw. 50 $ pro Monat und reichen je nach Umfang bis in die Hunderte. Wer die Pflege selbst übernimmt, zahlt mit Zeit: gut drei bis fünf Stunden im Monat sind keine Seltenheit. Wer gar nichts tut, hat nach einem Jahr veraltete Plugins — und die sind der klassische Einstieg für Angriffe: Laut Patchstack betreffen über 60 % der Angriffe bekannte Schwachstellen, für die ein Patch existiert, der aber nicht eingespielt wurde.

Über alle Anbieter hinweg werden für Hosting 5–50 € pro Monat und für Wartung inklusive Sicherheitsupdates 50–250 € pro Monat genannt. Über drei Jahre kommt man so laut einer Anbieter-Schätzung auf grob 1.800–10.800 € laufende Kosten — oft mehr als die Erstellung selbst. Das ist die Zahl, die in Angeboten gern fehlt.

Und KI? Wo spart sie wirklich?

Bei der Umsetzung und Pflege. Eine Seite, die früher Wochen Layout- und Entwicklungsarbeit brauchte, entsteht heute in Tagen; Änderungen sind Minuten statt Ticket-Schleifen. Nach Angaben einzelner Anbieter liegen Hybrid-Angebote mit KI-Unterstützung im Bereich 1.500–3.000 € (schlank) bis 5.000–12.000 € (größerer Umfang) — einen etablierten Marktpreis gibt es dafür noch nicht. Ich mache das bei meiner eigenen Arbeit mit KI-Workflows nicht anders: Die KI baut, ich entscheide.

Wo KI nicht spart: Positionierung, Botschaft, Texte in deiner Stimme, Bildauswahl, Abnahme. Wer das der KI überlässt, bekommt eine austauschbare Seite — hübsch, schnell, und ohne Wirkung. Und Wirkung ist der Zweck: Gute Seiten konvertieren, schlechte kosten nur Geld, egal wie günstig sie waren.

Wo wird billig teuer?

  • Keine Änderbarkeit. Jede Textänderung kostet ein Ticket oder eine Stunde — nach zwei Jahren hast du den Einmalpreis nochmal bezahlt.
  • Kein Eigentum. Domain, Hosting oder Code laufen auf fremden Namen. Im Streitfall zahlst du Lösegeld oder baust neu.
  • Keine Wartung. Sicherheitslücken, kaputte Formulare, Ladezeiten, die Google und Nutzer bestrafen.
  • Kein Ziel. Eine Seite ohne klare Aufgabe (Anfragen, Termine, Verkäufe) ist immer zu teuer — auch für 500 €.

Welche Variante passt zu wem?

  • Solo-Selbständige, Visitenkarte: Baukasten oder schlanker KI-Hybrid. Hauptsache, die Domain gehört dir.
  • Kleines Unternehmen, das Anfragen gewinnen will: Freelancer oder KI-Hybrid mit klarem Konzept; Budget lieber in Texte und Struktur als in Spielereien.
  • Wachsend, mehrere Seitentypen, Shop, Mitgliederbereich: WordPress, Shopsystem oder Agentur — und ein ehrliches Wartungsbudget.
  • Komplexe Anforderungen, mehrere Stakeholder: Agentur.

Mein Rat: Rechne immer mit drei Jahren, frag nach Eigentum und Wartung, und nimm das Angebot, bei dem du am Ende verstehst, wofür du zahlst. Eine Preisliste ohne Folgekosten ist keine.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen 2026?

Je nach Weg liegen die Einmalkosten grob zwischen 0 € (Baukasten in Eigenregie) und 15.000 € und mehr (Full-Service-Agentur) — Richtwerte, keine Marktstatistik. Freelancer verlangen für eine typische Firmenseite mit rund fünf Seiten häufig 2.000–4.000 €, Hybrid-Lösungen mit KI-Unterstützung nennen Anbieter bei 1.500–3.000 €. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Wartung — über drei Jahre summiert sich das nach einer Anbieter-Schätzung auf grob 1.800–10.800 € zusätzlich zur Erstellung.

Sind Baukästen wie Wix oder Jimdo wirklich günstiger?

Beim Einstieg ja, über die Laufzeit nicht zwingend. Wix-Tarife mit eigener Domain und ohne Werbung beginnen bei rund 12 € pro Monat (bei langer Laufzeit), Shop-Tarife bei rund 24–26 €. Dazu kommen Extras wie E-Mail-Postfächer, und die Seite gehört dir nicht wirklich: Ein Umzug auf eine andere Plattform bedeutet in der Regel Neuaufbau. Für eine einfache Visitenkarten-Seite ist ein Baukasten völlig legitim.

Warum ist WordPress oft teurer, als es aussieht?

Weil die Software kostenlos ist, der Betrieb aber nicht: Hosting, Premium-Themes und -Plugins sowie vor allem laufende Updates und Sicherheitspflege. Wartungspakete für WordPress starten am Markt bei rund 50 € bzw. 50 $ pro Monat und gehen je nach Umfang deutlich darüber. Wer nichts tut, spart kurzfristig — und riskiert veraltete Plugins als Einfallstor.

Kann KI eine Agentur komplett ersetzen?

Nicht komplett. KI beschleunigt Umsetzung und Pflege erheblich und senkt damit Kosten. Konzept, Positionierung, Texte in deiner Stimme, Marke und die Abnahme bleiben aber menschliche Arbeit. Wer KI einfach machen lässt, bekommt schnell eine austauschbare Seite. Der sinnvolle Weg ist ein Hybrid: Mensch entscheidet, KI baut.

Michael Schweikhardt
Michael Schweikhardt

25 Jahre an der Schnittstelle von Marketing, Produkt und KI. Baut Kampagnen, Produkte und eigene Tools — u. a. saatori. Pflegt die eigene Website mit KI und Git statt mit Plugin-Zoo.

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