Ein Relaunch mit KI ist für kleine Unternehmen heute in Tagen bis wenigen Wochen machbar statt in Monaten — weil KI Layout, Code und Pflege übernimmt. Nicht übernehmen kann sie Konzept, Botschaft, Texte in deiner Stimme und die Abnahme. Wer das weiß, spart Zeit und Geld. Wer es vergisst, bekommt schnell eine schnelle, hübsche, austauschbare Seite. Ich zeige den Ablauf an meiner eigenen Seite: schweikhardt.de ist von WordPress auf eine statische Seite im Git-Repo umgezogen.
Nicht: „Claude, bau mir eine Website“ — und fertig. Gemeint ist eine Arbeitsteilung: Du entscheidest, die KI setzt um. Sie schreibt HTML und CSS, baut Seiten nach deinem Briefing, ändert Texte in Minuten, prüft Links und Struktur. Du sorgst dafür, dass am Ende die richtige Botschaft auf der Seite steht und dass das Ding im Alltag funktioniert. Wie das bei Marketing-Workflows insgesamt aussieht, habe ich hier beschrieben; beim Relaunch gilt dasselbe Prinzip.
Meine Seite lief auf WordPress. Heute besteht sie aus rund 34 HTML-Seiten, einer style.css und ein paar Assets, versioniert in einem Git-Repository. Der Zeitstrahl, soweit er in meinen Projektunterlagen dokumentiert ist:
Knapp vier Wochen vom ersten Entwurf zur vollständigen Seite, nebenbei. Das ist kein Maßstab für jedes Projekt (ich bin Marketing-Profi mit klarer Vorstellung, was die Seite soll), aber ein ehrlicher Datenpunkt.
Bei mir per Push: Ein Push auf den Hauptzweig im Git-Repo löst eine GitHub-Action aus, die die Dateien per SFTP zu Strato lädt. Die Zugangsdaten liegen als GitHub-Secrets, nicht im Code. Der Upload ist bewusst rein additiv — es wird nichts auf dem Server gelöscht. Das war wichtig, weil im selben Webroot noch andere Anwendungen liegen (Reporting-Tools, kleine Apps), die der Relaunch nicht anfassen durfte. Nur der Inhalt im Webroot wurde getauscht, DNS und E-Mail blieben unberührt. Davor: Backup. Rollback-Plan: alte Dateien zurückspielen. Das klingt nach Selbstverständlichkeit, ist aber der Teil, den man am ehesten „später“ macht und dann bereut.
Weniger als der klassische Weg, vor allem bei Umsetzung und Pflege: keine Plugin-Lizenzen und weniger Angriffsfläche (eine statische Seite hat keine Datenbank und keine Plugins; laut Patchstack stammen 91 % der 2025 gemeldeten WordPress-Schwachstellen aus Plugins), kein Wartungsvertrag für Updates, keine Ticket-Schleifen für eine Textänderung. Es bleiben Domain, Hosting, ein KI-Abo — und Arbeitszeit für Konzept, Texte, Bilder und Abnahme. Die lässt sich nicht wegautomatisieren, nur verschieben. Konkrete Preisspannen für Agentur, Freelancer, Baukasten und KI-Hybrid habe ich im Kostenvergleich zusammengetragen. Einen eigenen Pauschalpreis nenne ich hier bewusst nicht: Der hängt an Umfang, Vorarbeit und der Frage, wie viel du selbst übernimmst.
Mit einer Checkliste statt Bauchgefühl. Die Mindestliste für einen Relaunch:
Mein Fazit: Für viele kleine Unternehmen ist der Relaunch mit KI heute der pragmatischste Weg — wenn du bereit bist, Konzept und Abnahme ernst zu nehmen. Schnell und günstig stimmt dann tatsächlich. Schnell und günstig und ohne eigene Beteiligung eher nicht.
Für eine kleine Firmenseite ist ein Zeitraum von Tagen bis wenigen Wochen realistisch, nicht von Monaten. Bei meiner eigenen Seite lagen zwischen dem ersten Onepager (4. August 2026) und dem vollständigen Multi-Page-Stand mit Blog und Auto-Deploy (31. August 2026) knapp vier Wochen — nebenbei, neben Kundenarbeit. Der Engpass sind nicht die Maschinen, sondern Konzept, Texte und Entscheidungen.
Weniger als der klassische Weg, aber nicht null. Es entfallen vor allem Entwicklungs- und Wartungsaufwand sowie Plugin-Lizenzen. Bleiben: Domain und Hosting, ein KI-Abo, und vor allem Arbeitszeit für Konzept, Texte, Bilder und Abnahme. Wer das alles an einen Dienstleister vergibt, zahlt dafür weiterhin — Preisspannen für die verschiedenen Wege findest du im Kostenvergleich.
Nicht zwangsläufig, aber das Risiko ist real, wenn sich URLs ändern. Google empfiehlt, dauerhaft verschobene Seiten per 301-Weiterleitung auf die neuen Adressen zu leiten; ohne Weiterleitung laufen alte Adressen ins Leere (404), und Ranking-Signale sowie Besucher gehen leicht verloren. Deshalb gehört vor dem Livegang eine Liste aller alten URLs mit ihrem neuen Ziel in jeden Relaunch — egal ob mit oder ohne KI.
Nein, aber du brauchst Urteilsvermögen. Du musst nicht jede Zeile Code verstehen, aber erkennen, ob Seite, Texte und Tracking das tun, was sie sollen — und wissen, wo dein Backup liegt. Wer das nicht leisten kann oder will, holt sich für Abnahme und Betrieb besser eine zweite Person dazu.
30 Minuten, unverbindlich — ich schaue mir deine aktuelle Seite an und sage ehrlich, ob sich ein Relaunch lohnt, wie er laufen könnte und was du besser nicht der KI überlässt.